Kapitel 2

Kapitel 2

Am nächsten Tag ist Schule, so wie immer. Die Sommerferien sind seit anderthalb Wochen vorbei. Sie waren früh in diesem Jahr. Es ist schon warm, als ich aus dem Haus trete. Der Himmel ist so blau wie gestern, ein kleines bisschen verschleiert vom Morgendunst nur. Der Gehweg ist staubig, auf einem Hundehaufen sitzen dicke Fliegen. Meine Füße gehen den Weg von allein. An der Ecke zur Hauptstraße steht Sanna; ihre blonden Haare leuchten mit den Farben ihres Rockes um die Wette. Sie ist unheimlich hübsch, aber das glaubt sie mir nicht.
“Hey, Tally.” 
Zum Glück fragt sie nicht, wie es mir geht, denn darauf wüsste ich keine Antwort. Aber Sanna kennt mich. Wir sind Freunde, seit unsere Mütter uns den Krippenerzieherinnen in den Arm drückten und verschwanden. Angeblich haben wir uns dann immer gegenseitig getröstet, und in gewisser Weise tun wir das immer noch. Genau wie damals oft auch ohne Worte.
Wir gehen nebeneinander her die Straße hinunter, über die Ampel, an den Läden und Wohnhäusern vorbei, bis wir vor dem Schulgebäude stehen. Schüler schwirren um uns herum die Treppe hinauf.
“Bist du bereit?”, fragt Sanna und schaut mich prüfend an. Ich schiebe trotzig die Unterlippe vor und erwidere ihren Blick ohne zu blinzeln. “Klar.”
Je tiefer wir in das Gebäude eindringen, desto beklommener wird mir zumute. Es kommt mir vor, als würden alle mich anstarren, dabei stimmt das wahrscheinlich überhaupt nicht. Von den knapp siebenhundert Schülern wissen vielleicht zwanzig, dass mein Vater vor acht Tagen, 3 Stunden und siebenundzwanzig Minuten gestorben ist. Also haben die anderen keinen Grund, mich mitleidig anzugucken. 
Dann sind wir im ersten Kursraum angekommen. Es sind noch nicht allzu viele Leute da, typisch für die erste Stunde. Die Hälfte des Kurses stürzt kurz vor acht in den Raum, obwohl man es sich besonders bei Frau Heyme nicht erlauben sollte, zu spät zu kommen. Sie freut sich immer über Opfer, die sie direkt zur mündlichen Leistungskontrolle dran nehmen kann. Ich setze mich neben Sanna an unsere Bank und packe Biobuch, Collegeblock und Schreibzeug auf den Tisch.
“Hey, Tally, ich hab´s grade gehört. Wie geht´s dir denn?” Jenny hockt sich auf den Stuhl neben mir und schaut mich mit großen Hundeaugen an. Ich finde, sie sollte weniger Mascara benutzen.
Außerdem redet sie im Normalfall nie mit mir. “Was meinst du überhaupt?”, frage ich patzig und starre ihr ins Gesicht. Ihre Augen werden noch ein bisschen größer und sie stammelt verwirrt: “Na, das mit deinem Vater… das tut mir Leid.” Ich runzle die Stirn und drehe mich weg. Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie Sanna Jenny besänftigend anblinzelt. Jenny springt auf und verdrückt sich an ihren Platz. Sanna stupst mich an, sagt aber zum Glück immer noch nichts. Trotzdem weiß ich, was sie von mir will. Das war doch nur nett gemeint, bedeutet ihr Stupser. Aber das glaube ich nicht. Es war einfach nur sensationslustig. Sie wollen alle wissen, was passiert ist. Hinter meinem Rücken höre ich sie beinahe flüstern. Die Nachrichten, die in den Pausen unsichtbar von einem Handy zum anderen schweben lauten: Hast du schon gehört? Das mit Tallys Vater? Ja, der ist tot. Schlimm, oder? Weißt du, warum? War der nicht so ein bekannter Arzt? Der hatte bestimmt einen Unfall… eine tödliche Krankheit hätten Mediziner wie die doch bestimmt rechtzeitig bemerkt. Tallys Mutter ist doch auch Ärztin, oder. Ja, also. Es muss ein Unfall gewesen sein.
Ich bin so in Gedanken versunken, dass ich verpasse, wie Frau Heyme in die Klasse kommt. Ich schrecke erst auf, als ich meinen Namen höre.
“Talitha Kramer, ich habe dich aufgerufen. Würdest du bitte die Güte haben, nach vorn an die Tafel zu kommen?” Ich sitze wie festgenagelt auf meinem Stuhl und starre sie ungläubig an. Ruft sie mich allen Ernstes auf, da vorn mein Wissen zu präsentieren?
“Was ist los? Hast du dich etwa nicht vorbereitet?” Ich bin immer noch bewegungsunfähig, höre aber Sanna sprechen.
“Frau Heyme, vielleicht können Sie eine Ausnahme machen. Sie war gestern auf einer Trauerfeier.”
Frau Heymes Blick wird dunkler. “Dann hätte sie eben vorgestern lernen müssen. Das ist keine Entschuldigung.”
“Es war die Beerdigung ihres Vaters.” Jetzt wird die Lehrerin plötzlich rot. Siebzehn Augenpaare richten sich auf mich, und ich höre, wie ein paar meiner Mitschüler scharf die Luft einziehen.
“Das - äh - ist natürlich etwas Anderes. Mein Beileid.” Frau Heyme sieht kurz so aus, als würde sie die Leistungskontrolle damit für heute ausfallen lassen, dann fängt sie sich wieder.
“Ja, dann schlage ich vor, dass du den Test für heute übernimmst, Sanna.” Ein leises Murmeln deutet an, dass die meisten diese Entscheidung unfair finden, aber niemand wagt, offen zu rebellieren.
Sanna zuckt mit den Schultern und geht nach vorn. Sie ist vorbereitet, wie immer. Bio ist eben ihr Lieblingsfach. Während sie fehlerfrei über die Vererbungslehre referiert versuche ich, meine Gedanken in diesen Raum hier zu ziehen, aber es ist schwer. Vor meinem inneren Auge sehe ich das Krankenbett, das blasse Gesicht meines Vaters und den blinkenden Bildschirm neben seinem Kopfende. 
”Mach dir keine Sorgen, Füchslein”, sagt er. Seine Stimme ist leise und ein bisschen rau, aber warm wie immer.
“Jeder von uns stirbt irgendwann. Ich hätte mir auch gewünscht, noch ein bisschen länger bei dir bleiben zu können, aber so ist es nun einmal.” Ich spüre, wie mein Herz heftig pocht. 
“Aber das ist ungerecht”, flüstere ich in meiner Erinnerung.
Paps lächelt. Er lächelt immer, wenn ich wütend werde. Nicht verächtlich, sondern verständnisvoll. Dafür liebe ich ihn, denn das macht sonst niemand.
“Weißt du… das Sterben ist wie eine Geburt, nur rückwärts.” Ich schaue ihn vollkommen verständnislos an. Seine Augen sind ruhig und klar; ich weiß, dass er das alles im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sagt. “Wie meinst du das?”, frage ich heiser. Das Lächeln sitzt tief in seinen Augen.
“Der, der loslassen muss, erfährt unerträglichen Schmerz. Davor hast du Angst. Aber für denjenigen, der geboren wird oder stirbt, ist es der Beginn eines neuen Abenteuers, der Übergang in eine neue Welt. Es wartet Glück auf dich, Tally. Sei bereit, es zu umarmen.”
Sanna kommt an ihren Platz zurück und reißt mich mit dem Rücken ihres Stuhles aus meinen Gedanken. Ich kann mich an diese Unterhaltung mit meinem Vater so klar und deutlich erinnern, als hätte ich sie gefilmt und könnte sie jederzeit abspielen. Sogar der Geruch des Desinfektionsmittels ist abgespeichert, vermischt mit dem leisen Duft nach Mittagessen, der vom Flur ins Zimmer gekrochen kam. Wer auch immer auf der Intensivstation in der Lage ist, ein ordentliches Mittagessen zu verspeisen. Mein Vater war es jedenfalls nicht. 
“Tally, du musst dein Buch aufschlagen!”
Sanna schiebt mir das Lehrwerk hin und zeigt mit dem Finger auf die Seitenzahl.
“Tut mir Leid”, murmle ich automatisch und folge ihrer Aufforderung. Tut mir Leid, Paps. Ich muss mich jetzt auf mein Leben konzentrieren. Es gibt schließlich nicht Wichtigeres als die Kombinationsmöglichkeiten von Desoxyribonukleinsäuren.
Irgendwie vergeht die Stunde, ohne dass Papa dazwischen funkt. Allerdings bekomme ich vom Stoff auch nicht wirklich viel mit. Mein Kopf füllt sich mit Informationen, aber irgendwo zwischen Kurzzeit- und Langzeitspeicher gibt es ein leises Puffen, und alles ist weg. Sanna wirft mir immer wieder einen prüfenden Seitenblick zu. Vielleicht befürchtet sie, dass ich jederzeit in Tränen ausbrechen könnte. Aber die Gefahr besteht nicht. Gestern Abend, als ich allein in meinem Zimmer war, habe ich geweint. Nein, nicht geweint: geheult. Geheult wie nie zuvor in meinem Leben, mit so vielen Tränen, dass unmöglich noch eine übrig geblieben sein kann. Am Ende bin ich vor Erschöpfung eingeschlafen. Und als ich heute Morgen aufgewacht bin wusste ich, dass ich nie wieder in meinem ganzen Leben weinen werde. Es ist einfach alles aufgebraucht.

Der ganze Schultag läuft einfach so an mir vorbei. Ich setze mich in den Unterricht, trotte hinter Sanna her, die Flure entlang, wenn wir den Klassenraum wechseln müssen. Ich esse mein Pausenbrot, beantworte die Fragen meiner Freunde, lächle und fühle rein gar nichts.
“Er hatte Krebs. Nein, es kam überraschend. Ich denke, dass er es schon lange gefühlt hat, aber er hat es nicht ernst genommen. Ja, er war Arzt. Aber Ärzte können auch Fehler machen.”
Als die letzte Stunde zu Ende ist nehme ich meine Sachen und gehe zum Ausgang.
“Was machst du heute Nachmittag?”, fragt Sanna und wirft ihr Haar mit einer eleganten Kopfbewegung in den Nacken. Ein Typ aus der Zwölften schielt zu uns herüber.
“Gar nichts”, antworte ich. Ich werde nach Hause gehen und mich ins Bett legen. Dann mache ich die Augen zu und denke an gar nichts. So einfach. Und das werde ich für den Rest meines Lebens machen. Vielleicht stehe ich auch einfach gar nicht mehr auf. Sanna erzähle ich das nicht. Sie würde nur versuchen, mich aufzumuntern.
“Ich gehe mit Helen zu Falcos. Komm doch mit.” Ich zucke mit den Schultern und deute ein Kopfschütteln an.
“Keine Lust.” Sanna verzieht den Mund und legt die Stirn in Falten, sagt aber nichts. Schweigend geht sie neben mir her bis zu meiner Haustür.
“Ruf mich an, wenn du reden willst”, bietet sie mir an. Ich fummele an meinem Schlüsselbund herum und nicke.
“Und wenn du doch noch Lust kriegst, dann komm trotzdem vorbei.” Ich nicke noch einmal und sie sieht mich noch eine Sekunde lang zögernd an. Dann hebt sie die Hand und dreht sich um.
“Bis dann”, wirft sie mir ein wenig unglücklich zu. Wenn ich etwas fühlen würde hätte ich jetzt wahrscheinlich ein bisschen Mitleid mit ihr, weil sie sich so viel Mühe gibt, und ich so undankbar bin. Aber nein, da ist nichts. Kein Gefühl übrig.
Ich schließe die Tür auf und gehe nach oben. Die Wohnung ist leer und still. Alles ist sauber und ordentlich, wie immer. Keiner bringt hier etwas durcheinander, seit Papa nicht mehr da ist. Mamas tausend Paar Schuhe präsentieren sich in dem hohen weißen Regal wie in einem Schuhgeschäft, an der Garderobe hängt einzig und allein ihre schwarze Lederjacke. Der Autoschlüssel liegt in der Glasschale auf dem Sideboard, und ein Strauß weißer Lilien verströmt seinen strengen Duft. 
Das Einzige, was nicht so recht in die gut sortierte Wohnung passt, sind drei Umzugskartons. Sie stehen im Essbereich, etwas verloren neben der Tür zum Flur. Ich weiß, dass meine Mutter in diese Kisten jeden Tag ein paar Dinge packt, die Papa gehört haben. Stück für Stück wandert in die Kartons,  die sie zu einer wohltätigen Organisation bringen wird. Eigentlich tut mir das Herz weh, wenn ich diese Kisten sehe. Eigentlich kontrolliere ich an jedem Tag, was meine Mutter neu eingepackt hat, und manchmal nehme ich heimlich etwas heraus und verstecke es in meinem Zimmer. Aber heute gehe ich einfach daran vorbei. In mir bleibt alles teilnahmslos.
Ich werfe einen Blick in die Küche. Mein Magen ist genauso unbeteiligt wie der Rest meines Körpers an diesem Tag, also schaue ich gar nicht erst nach, was Rosi für mich gekocht hat. 
Meine Füße laufen in mein Zimmer. Zum Glück meidet Rosi diesen Raum. Rosi ist seit ungefähr zwölf Jahren unsere Haushaltshilfe. Früher, als ich klein war, hat sie auf mich aufgepasst, wenn meine Eltern auf einem Kongress waren oder lange arbeiten mussten. Damals sind die beiden sogar noch abends zusammen ausgegangen. Mama und Papa, meine ich.
Mein Bett ist zerwühlt. Auf dem Boden und auf allen verfügbaren Sitzgelegenheiten liegen Klamotten von mir herum. Der Schreibtisch ist unordentlich, und aus dem Mülleimer quellen Papierreste. Ich ignoriere das, was meine Mutter in den Wahnsinn treibt, sooft sie hier herein schaut, und lasse mich auf das Bett fallen. Ich kneife die Augen zu und erwarte den Schlaf. Stattdessen taucht wieder Papas Gesicht in meiner Erinnerung auf. “Ich hab dich lieb, Füchslein.” Ich sollte jetzt weinen. Oder einschlafen. Aber nichts von beidem passiert. Die Augenlider flattern, als ob es verboten wäre, am frühen Nachmittag zu schlafen. Trotzdem bleibe ich liegen, bewegungslos. Ich versuche, meinen Herzschlag zu spüren. Nach einer Weile gelingt es mir. Schön gleichmäßig arbeitet das verräterische Ding in meiner Brust, das mir doch versprochen hatte, stehen zu bleiben, als meine Mutter mir die alles zerstörende Nachricht brachte. 
“Tally, ich muss dir etwas sagen.” Ich war gerade dabei gewesen, mir einen von Papas Krimis aus dem Bücherregal auszusuchen und hatte keine Lust, mich mit ihr zu unterhalten. Aber ihre Stimme klang irgendwie komisch.
“Worum geht es?”, fragte ich über die Schulter hinweg.
“Komm, setz dich mal kurz hin.” Sie selbst stand an der Tür, in der Hand ein Glas Wasser. Es kann auch Wodka gewesen sein. Jedenfalls fiel mir auf, dass ihre Hand zitterte. Ich setzte mich auf die Kante des weißen Ledersessels, der meiner Position am nächsten stand.
Mit unsicheren Schritten kam sie ein bisschen näher. Während sie zu sprechen begann, hob sie den Blick und schaute an mir vorbei auf die Schrankwand.
“Du weißt ja, dass es Papa in letzter Zeit nicht so richtig gut ging”, holperte sie los. Mein Herz  fing an, erschreckt zu klopfen. 
Ich sagte nichts, versuchte nur, ihren Blick zu finden. Aber sie starrte weiterhin auf die Schrankwand.
“Er hat sich endlich untersuchen lassen, und es sieht nicht gut aus.”
“Wann kommt er heute von der Arbeit?”, fragte ich. Eine blöde, völlig unpassende Frage, das war mir schon klar, aber sie stellte sich eben einfach.
“Er ist nicht auf Arbeit.” Meine Mutter trank das Glas in einem Zug leer, ohne das Gesicht zu verziehen. Dann stellte sie es mit einem Klirren auf den Glastisch und sah mir direkt in die Augen.
“Er liegt auf der Chirurgie und wird auf die OP vorbereitet. Er hat ein Lungenkarzinom, und vermutlich eine Menge Metastasen. So genau konnten sie es auch nach dem MRT nicht sagen.”
Ihr Gesicht war hart und kantig, wie die Tischplatte, auf der das leere Glas stand. Die Augen stachen mich, blau und wütend. Als ob es meine Schuld wäre. Oder seine.
“Ich habe ihm seit Monaten gesagt, dass er sich, verdammt noch mal, untersuchen lassen soll. Aber Doktor Kramer wusste es besser. Jetzt ist es wahrscheinlich zu spät.”
Sie ging aus dem Zimmer und ließ mich einfach sitzen. Sie meinte es nicht böse. Sie war einfach selber völlig überfordert. Aber ich war es auch. Und ich fühlte mich, als hätte sie mich mit ihren Worten getötet.
Ich saß da und versuchte, das Gehörte zu verstehen. Es ging nicht. Ich fühlte nur das Stechen des Messers, das sie in meine Brust gestoßen hatte. Es blutete nicht, es steckte da einfach nur und brannte die Seele aus mir heraus. Ich traute mich nicht, mich zu bewegen. Das macht man nicht, wenn man einen Fremdkörper in sich hat. Man hält einfach still und wartet, bis Hilfe kommt.
Sanna kam ein paar Minuten später. Meine Mutter hatte sie angerufen.
Sie tat das Einzige, was man in so einer Situation tut. Sie stabilisierte mich. Sie setzte sich neben mich und hielt mich fest. So lange, bis meine Mutter wieder zurück kam.
Meine Mutter ist Allgemeinärztin. Sie hat eine Praxis im Erdgeschoss unseres Hauses. Ihr Job ist es, sich anzuhören, welche Beschwerden ihre Patienten haben, sie zu untersuchen und mit einem rettenden Medikament nach Hause zu schicken.
Wenn es ernst wird, überweist sie sie an einen Facharzt oder ins Krankenhaus. Vermutlich ist sie deshalb nicht so sonderlich geübt im Überbringen von Hiobsbotschaften.
Papa konnte das besser. Aber der lag zu diesem Zeitpunkt in einem Krankenhausbett und wartete auf den nächsten Tag.
“Ich fahre zu Papa”, sagte ich, als der Eispanzer um meinen Kehlkopf aufsprang.
Sanna half mir, aufzustehen. Meine Mutter kam auf mich zu und nahm mich unbeholfen in den Arm.
“Es tut mir so Leid”, flüsterte sie und fing an zu heulen.
“Vielleicht wird ja doch noch alles gut.”
“Natürlich wird alles gut.” Ich schob sie weg und ging mit Sanna in den Flur.
Es dauerte nicht lange, in meine Sneaker zu schlüpfen und die Jacke über zu streifen.
“Station D12, Zimmer 7.” Meine Mutter sah uns nach, als Sanna und ich zur Tür hinaus gingen.
Das war das letzte Mal, dass sie von Hoffnung sprach.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Macht der Technik

Kapitel 4

Prolog